Power HF SSTC 5MHz

Hochfrequenz
// 1 Februar 2016
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Die Power HFSSTC besitzt einen Unterschied zu den anderen HFSSTC Schaltungen. Unser Sekundärfußpunkt ist auf Masse gelegt. Bei den anderen Schaltungen war es immer so, dass der Fußpunkt ins Gate des Mosfets ging, was einen selbstschwingenden Prozess ermöglichte, ein sogenanntes Feedback. Jetzt schwingt unsere Schaltung in einer Eigenferquenz, d.h. sie schwingt unabhängig von der Sekundärspule. In unserem Fall liegt die Frequenz der Schaltung bei ca. 5 MHz. Aufgrund der Tatsache, dass sich unsere Schaltung nun nicht richtig an die Frequenz der Sekundärspule anpasst, müssen wir wohl oder übel die Sekundärspule anpassen. Unsere Spule benötigt also eine Resonanzfrequenz von ca. 5 MHz, um dann mit unserer Schaltung in Resonanz zu stehen. Wie auch bei den anderen Schaltungen müsst ihr an dem Potentiometer die Stromaufnahme regeln. Wenn die Schaltung bei euch läuft, könnt ihr auch zum Beispiel ein Interrupter einbauen, welcher sehr nette Entladungseffekte mit sich bringt.

Hier nun der Schaltplan:

CLASS E SSTC

Um sicherzugehen, dass die Schaltung ohne Komplikationen läuft, müsst ihr am besten noch ein Keramikkondensator mit 1nF parallel zum Elko schalten. Bei den ersten Tests ist der Elko mir immer Explodiert, wahrscheinlich weil hochfrequente Spannungsspitzen in ihn geflossen sind. Deshalb benutzt man Filterkondensatoren. Es wäre gut, wenn der Keramikkondensator eine hohe Spannungsfestigkeit von zum Beispiel 2 KV hat.

Wenn man sich so die Schaltung anschaut, ist wohl der erste Eindruck, dass die Schaltung sehr simpel ist. Dem ist auch so. Doch trotzdem kann man mit ihr unglaubliche Resultate erzielen. Bei einer Spannung von 120V ist es mir gelungen, mit nur einem IRFP 250 eine 5cm große Plasmaflamme zu erzeugen. Und das Unglaubliche daran ist, dass die Stromaufnahme nur 3 Ampere betrug.

Wie ich oben schon erwähnt habe, kann man die Schaltung mit einem Interrupter interrupten (unterbrechen). Dazu benötigt ihr zum Beispiel ein Funktionsgenerator oder ein NE555 Oszillator, mit dem ihr Frequenzen von 1Hz – 1KHz erzeugen könnt. Zudem ist es noch ganz hilfreich, die T-on und die T-off Zeit einstellen zu können. Dann könnt ihr mit dem Interrupter einfach über einen Transistor/ Mosfet die Schaltung von Masse Trennen und wieder schalten, was bedeutet, dass die Schaltung in der Oszillatorfrequenz „blitzt“. Dadurch sehen die Entladungen nochmal ganz anders aus und die Schaltung verbraucht fast so gut wie kein Strom mehr.

Hier mal ein par Entladungsbilder:

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Hier einige Besuchernachbauten :

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